Der komplette Leitfaden 2025
Einleitung: Warum Struktur den Unterschied macht
Viele Amateurvereine leisten Großartiges – oft getragen vom Ehrenamt, hohem Engagement und echter Fußballliebe. Was häufig fehlt, sind klare Strukturen, ein gemeinsames Konzept und einfache, verlässliche Werkzeuge für den Alltag. Das Ergebnis: wechselnde Trainingsqualität, unsichtbare Talentpfade, unnötige Konflikte mit Eltern und eine Lücke beim Übergang in den Aktivenbereich.
In diesem umfassenden Leitfaden zeige ich dir, wie du deine Jugendabteilung so aufstellst, dass sie nachhaltig funktioniert – mit einer klaren Ausbildungsphilosophie, praxistauglichen Prozessen, messbaren KPIs und sofort nutzbaren Vorlagen. Der Fokus liegt auf Umsetzbarkeit im Amateurfußball: low-tech, budgetschonend, menschenzentriert.
Du bekommst:
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einen präzisen Bauplan von Leitbild bis Matchday,
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altersgerechte Entwicklungsziele U6–U19,
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Trainings- und Periodisierungsprinzipien,
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Talentförderung und Übergänge in den Aktivenbereich,
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Kinderschutz, Elternarbeit, Daten-Setup,
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und ein 90-Tage-Plan für den Start.
Als Autor bringe ich 25+ Jahre Erfahrung im Kinder- und Jugendfußball, UEFA B-Lizenz, staatliche Trainerzertifizierung und Life Kinetik Premium mit. Über 25.000 Kinder betreut, 1.500+ Trainer aus- und weitergebildet, 120+ Spieler als Cheftrainer in den Aktivenbereich integriert. Was hier steht, ist praxiserprobt.
1) Leitbild, Werte und Verhaltenskodex: Das gemeinsame Fundament
Eine starke Jugendabteilung beginnt mit einem klaren „Warum“. Das Leitbild definiert Haltung und Prioritäten, die Werte prägen Verhalten, ein Kodex macht sie verbindlich.
Ziele
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Spielerentwicklung vor Ergebnisorientierung
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Respekt, Mut, Teamgeist, Lernbereitschaft im Alltag erlebbar machen
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Klarheit für Trainer, Spieler, Eltern – inklusive Unterschriftenkultur
Umsetzung in 4 Schritten
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Workshop (90–120 Min) mit Jugendleitung, Trainern, Elternvertretung:
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Leitfragen: Wofür stehen wir? Woran erkennen Außenstehende unsere Jugendarbeit? Wie sieht „Erfolg“ bei U13 vs. U19 aus?
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Leitbild-Text (max. 10 Sätze) und Werte-Set (4–6 Begriffe) formulieren.
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Verhaltenskodex als Trainer-, Spieler- und Eltern-Charta erstellen:
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Kommunikation, Pünktlichkeit, Spielzeitprinzipien, Verhalten am Spieltag, Social Media, Kinderschutz.
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Sichtbarmachen: Poster in Kabinen, Einbindung in Infoabende, Unterschrift zum Saisonstart, Erinnerung vor Turnieren.
Messbare Standards
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100% Charta-Akzeptanz
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1 Werte-Workshop pro Saison je Altersstufe
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Sichtprüfung: Werte auf Platz und in Kabine sichtbar (Poster, Coaching-Sprache)
2) Organisation & Rollen: Klarheit schafft Tempo
Ohne klare Zuständigkeiten werden gute Absichten zu Dauerbaustellen. Ein einfaches Organigramm und definierte Rollen sind der Turbolader.
Empfohlenes Organigramm Jugend
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Jugendleitung
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Koordinatoren: U6–U12 und U13–U19
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Spezialrollen: Torwartausbildung, Athletik/Prävention, Scouting/Sichtung, Kinderschutz
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Teamtrainer je Jahrgang, Betreuer, Elternsprecher (optional)
Rollenprinzipien
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Jugendleitung: Strategie, Ressourcen, Schnittstelle zum Vorstand
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Koordinatoren: Trainingsqualität, Trainerentwicklung, Jahresplanung
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Spezialrollen: Leitlinien, Hospitationen, Fortbildungen
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Trainer: Umsetzung, Dokumentation, Feedback an Spieler/Eltern
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Elternsprecher: geordneter Kommunikationskanal, Unterstützung bei Events
Meeting-Kadenz
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Wöchentlich: Kurz-Jour fixe (20–30 Min) je Alterscluster
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Monatlich: Jugendleitung + Koordinatoren (60–90 Min): Monitoring, Maßnahmen
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Quartalsweise: Trainer-Review (Lernziele, Fortschritt, Bedarfe)
Standards
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90% Termin-Treue
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Antwortzeiten intern ≤ 48 Stunden
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Vertretungsplan je Team (kein Training fällt aus)
3) Ausbildungsphilosophie & Spielidee: Ein roter Faden über alle Jahrgänge
Dein Spielmodell muss altersgerecht und flexibel sein, aber über die Jahre erkennbar bleiben.
Kernelemente einer praxistauglichen Spielidee
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Ballbesitzprinzipien: breite Raumnutzung, Dreiecke, Klatsch-Klatsch-Tief
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Umschaltmomente: 5-Sekunden-Regel im Gegenpressing, erster Pass vorwärts
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Defensivverhalten: ballnahes Anlaufen, Rückwärtspressing, Raum-/Mann-Orientierung je Altersstufe
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Standards: 3–4 feste Muster pro Halbjahr (Offensiv/Defensiv)
Positionsprofile (Beispiele)
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Außenverteidiger U13–U15: Timing Vorstoß, 1v1 Defensiv außen, halbhohe Flanken
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Zentrale Mittelfeldspieler U16–U19: Scannen vor Ballannahme, Körperstellung, Drittelwechsel
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Stürmer U10–U12: erster Kontakt Richtung Tor, Abschlussvariationen, Gegenpressing-Trigger
Life Kinetik integriert
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5–8 Minuten pro Einheit: Wahrnehmung, Entscheidung unter Druck, beidfüßige Aufgaben
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Beispiel: Farb-/Zahlencues in Passformen, dual-task in 1v1
Standards
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Pro Halbjahr 2–3 Prinzipien je Team mit Video-/Notiz-Evaluation
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Positionsprofile je Stufe dokumentiert und trainiert
4) Altersstufen-Profile U6–U19: Was wann wichtig ist
Eine altersspezifische Planung verhindert Überforderung und schafft sichtbaren Fortschritt.
U6–U9 (Entdecken)
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Schwerpunkte: Ballgewohnheit, Dribbling/1v1, Koordination, Spaß
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Methoden: viele Ballkontakte, kleine Spielformen 2v2/3v3, Stationsbetrieb
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Spielzeit: alle spielen, Rotationsprinzip
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Coaching: positiv, wenige klare Regeln, viel Vormachen
U10–U12 (Vertiefen)
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Schwerpunkte: Technik unter Druck, Pass-/Annahme, Wahrnehmung, Orientierung
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Methoden: Funino-Varianten, Zonen-/Richtungsziele, Life Kinetik Mini-Module
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Spielzeit: breite Einsatzzeiten, Entwicklung vor Ergebnis
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Coaching: Fokus auf Lösungskompetenz, nicht auf Fehler
U13–U15 (Anwenden)
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Schwerpunkte: gruppentaktische Prinzipien, Umschalten, Athletik-Basics
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Methoden: Spielformen 5v5–8v8, Prinzipienkarten, Zeit-/Raumdruck
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Spielzeit: Leistungsprinzip mit Entwicklungsauftrag, klare Feedbackschleifen
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Coaching: Coaching-Ziele je Einheit und Spieltag, Video-Feedback light
U16–U19 (Spezialisieren)
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Schwerpunkte: mannschaftstaktische Prinzipien, Positionsprofile, Matchpläne
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Methoden: 8v8–11v11, Setplays, Gegner-Scouting light
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Spielzeit: leistungs- und potenzialorientiert; Übergänge vorbereiten
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Coaching: individuelle Entwicklungspläne, Mentoring, Athletik periodisiert
5) Trainingsmethodik & Periodisierung: Qualität planen
Gute Trainingsqualität ist planbar – ohne Overhead.
Zyklen
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Makro: Saisonziele, Turnier-/Liga-Planung, Übergänge
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Meso: 4–6 Wochen Schwerpunkte (z. B. Spielaufbau, Umschalten, Standards)
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Mikro: Wochenplan (1–3 Einheiten), klare Lernziele pro Einheit
Einheit-Struktur (70–90 Min)
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Aktivierung/Koordination/Life Kinetik (10–12 Min)
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Technik unter Druck oder taktischer Schwerpunkt (20–25 Min)
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Spielform mit Zielvorgaben (25–35 Min)
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Abschluss/Standard/Reflexion (10–15 Min)
Belastungssteuerung
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RPE (1–10) am Ende jeder Einheit
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Anwesenheit, einfache Wellbeing-Abfrage (Smiley/Frage)
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Wochenweise Auswertung durch Trainer/Koordinator
Beispiel-Mikrozyklus U12
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E1: Ballan- und -mitnahme unter Druck + 3v3 mit Richtungszielen
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E2: 1v1/2v2 offensiv + Umschalten auf Minitor
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Spiel: Coaching-Ziel „Erster Kontakt vorwärts“, 15-Min-Review
Beispiel-Mikrozyklus U17
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E1: Aufbau gegen 2 Stürmer, Außenverteidiger-Trigger
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E2: Umschalten nach Ballgewinn, 7-Sekunden-Abschluss
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E3: Standards Offensiv (kurz/lang), Match-simulierende Spielform
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Spiel: planbasierte Coaching-Ziele, Nachbereitung mit Clips/Notizen
Standards
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100% Einheiten mit dokumentiertem Lernziel
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80% Trainingsbeteiligung (Saisonmittel)
6) Torwart-Ausbildung: Integriert statt isoliert
Torhüter sind Spielgestalter – auch im Amateurfußball.
Leitlinien je Stufe
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U10–U12: Grundtechnik, Fang-/Abdrücktechnik, fallende Bälle, Mut im 1v1
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U13–U15: Raumverteidigung (flache Flanken), Passlinien schließen, Spieleröffnung kurz
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U16–U19: Kettenverhalten, hochstehender TW, Pressing-Resistenz, lange Eröffnung
Integration ins Teamtraining
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Wöchentlich 15–20 Min TW-Schwerpunkt (mit Feldspielern kombiniert)
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Spielformen mit „TW-Aufgaben“ (z. B. 3 Kontakte max., Steckpässe, Verlagerung)
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Halbjahresreview je Torwart mit Entwicklungszielen
7) Matchday-Exzellenz: Vorbereitung, Spielzeit, Nachbereitung
Ein strukturierter Spieltag erhöht Lernwirkung und Zufriedenheit.
Vorbereitung (48–4 Stunden vorher)
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Kaderbenennung, Rollen (Kapitän, Standard-Schütze)
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Coaching-Ziele (2–3) und 1–2 Setplays fokussieren
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Eltern-Kommunikation: Treffpunkt, Ablauf, Spielzeitprinzipien
Während des Spiels
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Coaching entlang der Ziele, nicht jedes Detail kommentieren
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Spielzeitsteuerung entsprechend Altersstufe
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Halbzeit: 2 Dinge beibehalten, 1 Sache verändern
Nachbereitung (15 Min)
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Kurzes Team-Review: Was hat gut funktioniert? Woran arbeiten wir?
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Individuelles Stichwort-Feedback an 2–3 Spieler
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Protokoll: Ziele erreicht? Beobachtungen? Nächste Einheit anpassen
Standards
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100% Matchday-Protokolle
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Spielzeitziele je Stufe eingehalten (Transparenz gegenüber Eltern)
8) Talentidentifikation & Kaderplanung: Durchlässigkeit sichern
Talentförderung ist kein Elitenprogramm, sondern ein System aus klaren Kriterien, guter Beobachtung und individuellen Plänen.
Bausteine
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Sichtung: 2 fixe Termine/Jahr, klare Kriterien (Technik unter Druck, Spielintelligenz, Lernbereitschaft)
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Fördertraining: kleine Gruppen, 1x/Woche in Mesozyklen
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Doppeljahrgänge: gezielt nutzen, um Entwicklungsgeschwindigkeit auszugleichen
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Gasttraining: transparent geregelt, Feedback an abgebenden Verein
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Übergänge U17→U19→Aktive: Ansprechpartner, Trainingsschnuppern, U23-/Perspektivteam (optional)
Instrumente
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Talent-Scorecard (einfach: 6–8 Kriterien, Skala 1–5, Kommentar)
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Kaderplanungsboard (Saison, Positionen, Altersmix)
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Entwicklungsplan je Spieler (2–3 Ziele/Quartal, Maßnahmen, Review-Termine)
Standards
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Definierte Übergangsquote in die Aktiven (vereinsspezifischer Zielwert)
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Fördertraining dokumentiert, Review pro Halbjahr
9) Bildung, Gesundheit & Ganzheitlichkeit: Spieler bleiben Menschen
Das beste Programm nützt nichts, wenn Schule, Gesundheit und Psyche ignoriert werden.
Schule & Prüfungsphasen
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Prüfungsplan abfragen, Belastung temporär anpassen
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Lernpausen ermöglichen, Kommunikation mit Eltern/Schule (Formular)
Prävention & Athletik
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FIFA 11+ 2x/Woche ab U13 (angepasst)
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Schlaf (9–10 Std U13, 8–9 Std U17), Ernährung vor/nach Training/Spiel
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Belastungsdok: Doppelbelastungen (Schule/Verein/andere Sportarten) erfassen
Mentales Wohlbefinden
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Positives Coaching, Fehlerkultur, realistische Zielsetzung
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Bei Bedarf Ansprechpartner und externe Netzwerke
Standards
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Verletzungsquote <8%/Jahr
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Dokumentierte Lernpausen in Prüfungsphasen
10) Elternarbeit & Ehrenamt: Partnerschaft statt Reibung
Eltern sind keine Störfaktoren – sie sind Stakeholder. Mit Struktur werden sie zu Verbündeten.
Eltern-Onboarding
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Infoabend zu Saisonstart (60–90 Min), Eltern-Charta, Kommunikationswege
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Spielzeitprinzipien klar benennen, Verhalten am Spielfeldrand
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Möglichkeit zur Mitarbeit: Fahrdienste, Turniere, Social Media, Events
Feedback & Konfliktmanagement
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Fixe Sprechzeiten, keine ad-hoc Diskussionen am Spielfeld
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Leitfaden für Kritikgespräche (ruhig, lösungsorientiert, kindzentriert)
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Eskalationsstufen (Trainer → Koordinator → Jugendleitung)
Ehrenamt stärken
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Aufgabenprofile, Anerkennung (kleine Benefits), klare Ansprechpartner
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Freiwilligenquote als KPI, gezielte Ansprache
Standards
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2 Elternformate pro Saison
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≥10% Eltern als Volunteers
11) Kinderschutz & Compliance: Nicht verhandelbar
Kinderschutz ist Pflicht. Nicht nur formal, sondern kulturell.
Schutzkonzept
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Verhaltenskodex, Meldewege, Notfallplan, Ansprechpartner
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Schulungen aller Trainer, Führungszeugnisse (lokale Vorgaben beachten)
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Sichtbare Aushänge, niedrigschwellige Meldemöglichkeiten
Datenschutz (DSGVO pragmatisch)
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Datenminimierung, klare Einwilligungen, sichere Ablage, Zugriffsrechte
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Fotos/Video: Einverständnisse, klare Regeln
Standards
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100% Trainer geschult, 100% Nachweise geprüft
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Jährliche Aktualisierung des Konzepts
12) Digitales Setup & Daten: Low-Tech, hohe Wirkung
Du brauchst keine teuren Systeme, sondern Disziplin und einfache Tools.
Minimal-Stack
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Team-/Trainings-App (oder Messenger mit Regeln) für Kommunikation
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Gemeinsame Dateiablage (cloudbasiert) mit klarer Ordnerstruktur
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Einfache Datenerfassung: Anwesenheit, RPE, Spielminuten, Verletzungen
Reporting
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Monatsreport je Team (1 Seite): Kennzahlen, Highlights, Bedarfe
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Quartalsreview: Trends, Maßnahmen, Verantwortlichkeiten
Standards
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95% Datenerfassung/Monat
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Reports fristgerecht, verteilt an Jugendleitung und Koordinatoren
13) Events & Camps: Sichtbarkeit und Bindung
Gut geplante Events stärken Kultur, gewinnen Spieler und Trainer und können Budget erleichtern.
Formate
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Feriencamps (3–5 Tage), Torwarttage, „Bring a Friend“-Training
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Sichtungstage (klarer Ablauf, transparente Kriterien)
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Trainerforen oder offene Trainings für Öffentlichkeit
Orga & Sicherheit
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Checklisten, Verantwortlichkeiten, Notfallkontakte, Versicherung
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Sponsoringpakete (lokale Unternehmen, Vereinsfreunde)
Standards
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≥2 Events/Jahr
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Zufriedenheitsabfrage (3 Fragen), definierte Teilnehmerziele
14) Monitoring & KPIs: Fortschritt sichtbar machen
Ohne Messen keine Steuerung. Wähle wenige, aussagekräftige Kennzahlen.
Kern-KPIs
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Trainingsbeteiligung (pro Team und gesamt)
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Drop-out-Rate (Jahrgänge U13, U15, U17 besonders beobachten)
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Trainerbindung (Fluktuation, Teilnahme an Fortbildung)
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Spielminutensteuerung (v. a. U10–U15)
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Übergänge U17/U19 → Aktive (Anzahl, Qualität der Integration)
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Verletzungen (Art, Dauer, Prävention umgesetzt)
Zielwerte (Beispiele)
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+15–25% Trainingsbeteiligung in 3–6 Monaten
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-20–30% Drop-out in kritischen Jahrgängen
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70%+ Trainer nehmen 2+ Fortbildungen/Jahr
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Dokumentierte Übergänge in die Aktiven steigen jährlich
Review-Rhythmus
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Monatlich: Kurzbericht Teams → Koordinator → Jugendleitung
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Quartal: Review-Workshop mit Maßnahmenplanung
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Saisonende: Retrospektive, Zielsetzung für neue Saison
15) Der 90-Tage-Plan: So startest du jetzt
Du brauchst Momentum. Dieser Plan ist realistisch und liefert sichtbare Ergebnisse.
Phase 1 (Wochen 1–2): Audit & Kickoff
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Kurzer Kennenlern-Call, Zielbild definieren
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Datenaufnahme: Teams, Trainer, Termine, Belastung
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Leitbild-Workshop, Eltern-Charta vorbereiten
Ergebnisse:
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Prioritätenliste (Quick Wins)
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12-Monats-Roadmap (grober Fahrplan)
Phase 2 (Wochen 3–5): Konzept & Handbuch v1
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Ausbildungsphilosophie und Spielidee finalisieren
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Altersstufen-Profile und Wochen-Templates erstellen
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Matchday-Prozesse, Torwartleitlinien, Kinderschutz-Check
Ergebnisse:
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Jugendhandbuch v1 (10–12 Seiten, editierbar)
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Mikrozyklus-Templates, Checklisten, Scorecards
Phase 3 (Wochen 6–12): Umsetzungssprint
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Trainer-Mentoring (3 Sessions), Hospitationen
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Life Kinetik-Minimodule in Einheiten integrieren
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erste Sichtungseinheit, Fördertraining starten
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Daten-Setup (Anwesenheit, RPE, Spielminuten)
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Elternabend durchführen
Ergebnisse:
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messbare Verbesserungen (Beteiligung, Struktur, Zufriedenheit)
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Quartalsreview mit Maßnahmenliste
16) Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest
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Zu viel auf einmal: Reduziere auf 2–3 Schwerpunkte pro Halbjahr.
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Konzept ohne Umsetzung: Plane Vorlagen, Verantwortliche und Termine direkt mit.
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Fehlende Kommunikation: Wiederhole Regeln, Charta, Spielzeitprinzipien regelmäßig.
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Datenfriedhof: Sammle nur, was du nutzt. Reviews fix einplanen.
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Kein Kinderschutz-Fokus: Mach ihn zum sichtbaren Standard, nicht zur Fußnote.
17) Checklisten & Vorlagen: Dein Startpaket
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Leitbild-Poster und Eltern-/Trainer-/Spieler-Charta (Unterschrift)
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Organigramm & Rollenprofile (je Team/Koordination)
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Jahreskalender Jugend (Schule, Ferien, Liga/Turniere, Events)
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Mikrozyklus-Template (mit RPE- und Anwesenheitsfeld)
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Matchday-Checkliste (Vorbereitung, Coaching-Ziele, Nachbereitung)
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Spielerentwicklungsbogen (Quartal, 2–3 Ziele, Maßnahmen)
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Talent-Scorecard & Kaderplanungsboard
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Kinderschutz: Kodex, Einverständnisse, Meldeformular
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Ordnerstruktur & KPI-Report (einseitig, monatlich)
Tipp: Starte mit Version v1.0, halte einen verantwortlichen Redakteur fest, plane 2–3 Updates pro Saison.
18) Fazit: Struktur schafft Entwicklung – Entwicklung schafft Bindung
Eine erfolgreiche Jugendabteilung ist kein Zufallsprodukt. Sie entsteht aus einem klaren Leitbild, praxistauglichen Standards und konsequenter, menschlicher Umsetzung. Wenn du mit einem schlanken Handbuch, sauberen Prozessen und konkreten Zielen startest, wirst du innerhalb von 90 Tagen spürbare Fortschritte sehen – bei den Spielern, den Trainern und der ganzen Vereinsatmosphäre. Genau so entsteht Durchlässigkeit in den Aktivenbereich.
Wenn du Unterstützung beim Start oder bei der Jahresbegleitung möchtest, begleite ich dich mit einem modularem Ansatz – von Starter-Audit über Aufbau in 90 Tagen bis zur laufenden Begleitung. Alles zugeschnitten auf deinen Verein und dein Ehrenamt.
Call-to-Action:
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Möchtest du das Starter-Audit, das Handbuch v1 und die Templates direkt umsetzen? Melde dich für ein unverbindliches Erstgespräch.